Ein Signal für die Natur - Die siebte Landshuter Umweltmesse dauert von 22. bis 25. März
In zweieinhalb Monaten beginnt auf dem Messegelände die siebte Landshuter Umweltmesse. Von 22. bis 25. März dreht sich diesmal alles um das Motto "Bauen & Wohnen, Natur & Technik, Energie & Mobilität, Gesundheit & Ernährung". Der Eintritt ist kostenlos. Am Montag präsentierten Organisatoren und Ausstellungsmacher bei einer Pressekonferenz das Programm.
Die Organisatoren Rudolf Schnur und Andrea Lapper von der Landshuter Umwelt gGmbH sind zuversichtlich, dass auch heuer rund 35000 Besucher aufs Messegelände kommen. Und sie rechnen mit etwa 250 Ausstellern. Der Platz in den Hallen sei bereits zu 90 Prozent ausgelastet, sagte Schnur. Auf dem Freigelände seien noch genügend Flächen. Als entscheidend bewertet Schnur aber nicht die blanken Zahlen, wichtig sei es, dass sich die Besucher wohlfühlten.
Dass die Umweltmesse dem gerecht werde, habe nur zu einem kleinen Teil mit den Organisatoren zu tun, sagte Schnur. Für den Erfolg seien in erster Linie die Aussteller verantwortlich. Es komme darauf an, wie sie auf die Leute zugehen und sich präsentieren.
Kreativ in der Energiewende
Einen Geschmack von dem, was die Besucher vom 22. bis 25. März erwartet, gab ein Dutzend Aussteller. Ahmet Dogan von der Energie- und Gebäudetechnikfirma Mehringer & Sauer sprach über die Bedeutung von Blockheizkraftwerken. Derlei Einrichtungen seien wichtig bei der Energiewende.
Auf Wärmedämmung spezialisiert ist die Ziegelfirma Schlagmann Poroton. Deren Sprecherin Sabine Heinrich-Renz wies darauf hin, dass Klimaschutz heutzutage vor allem einen verringerten CO2-Ausstoß bedeute. Dies sei mit entsprechenden Ziegeln gut zu bewerkstelligen.
An der Umweltmesse beteiligt sich auch die Schönbrunner Tagesstätte Kinderinsel. In der Einrichtung lernten die Kinder früh einen verträglichen Umgang mit der Natur, sagte Miriam Merz. Auf der Messe soll das ganzheitliche Gesundheitskonzept nach Kneipp vorgestellt werden. Einen künstlerischen Zugang zu Umwelt und Natur wollen Dr. Markus Wimmer und Remo Leghissa schaffen. Wimmer und sein Team kümmern sich um die Kinderbetreuung auf der Messe. Es gehe um Kreativität und darum, die "Balance mit dem Heilsamen der Erde" zu finden. Zur Einstimmung schlug Wimmer die Trommel. Leghissa ist mit einem Skulpturenforum bei der Messe. Kollegen und er wollen große Skulpturen aufstellen. "Wir decken den nichtverstandesmäßigen Teil der Messe ab", sagte er. Natur und Umwelt könnten schließlich auch über Gefühle wahrgenommen werden. Im Grunde gehe es darum, die Trennung von Mensch und Natur aufzuheben.
Die AOK beteiligt sich aus ganz pragmatischen Gründen. "Das Motto der Messe passt zu uns", sagte Christa Faltermeier. Unter anderem gibt es an ihrem Stand eine Ausstellung zum Thema Ernährung und CO2-Bilanz. Ein Computerspiel soll das Angebot auflockern.
Kulinarisch ist bei der Umweltmesse auch einiges geboten. Andrea Wirtz von der Tafernwirtschaft Schönbrunn kündigte eine Art Essensmeile an. Auf der werde es Feines geben, das aus den Produkten der Region hergestellt wurde.
Willi Gürtner vom gleichnamigen Radmarkt präsentiert mit seiner Mannschaft Elektro-Fahrräder. Wer will, kann auf der Messe auch probefahren. Derlei Fahrräder hätten heutzutage inzwischen eine Reichweite von 100 Kilometer.
Mehr als 90 Vorträge
Reinhard Bege von der Firma B&S Wärmetechnik und Wohnen sprach über moderne Regelungstechnik. Wer entsprechende Geräte zu Hause habe, könne einfach überprüfen, ob beispielsweise die Heizung richtig eingestellt ist.
Politische Parteien sind ebenfalls vertreten. SPD-Stadtverbandsvorsitzende Anja König sagte, dass an ihrem Stand Politiker mit Besuchern diskutieren werden - besonders zur Energiepolitik. Und für Parteimitglieder sei die Messe so etwas wie eine Fortbildung. Jedesmal lerne man etwas Neues kennen.
Zum umfangreichen Programm gehören mehr als 90 Vorträge. Außerdem gibt es Sonderschauen und Vorführungen. Ein Gewinnspiel gibt es auch. Schulklassen können sich am 23. März um 10 Uhr bei dem Spiel "Wer wird Müllionär" Fragen zur Abfallwirtschaft stellen.
Die Umweltmessen wurden seit 2007 als Beitrag der UN-Weltdekade 2005 -2014 "Bildung für nachhaltige Entwicklung" anerkannt. Rudolf Schnur und Andrea Lapper sind zufrieden: Immerhin gilt die Messe in Bayern und Süddeutschland als einzigartig.
Oberbürgermeister Hans Rampf sieht das genauso: Es fasziniere ihn, dass sich die Messe über die Jahre so etabliert habe. Die Menschen fühlten sich gut beraten. Angesichts des Atomausstiegs und des Wettbewerbs bei regenerativen Energien müsse ein Zeichen gesetzt werden. Und das sei bei der Umweltmesse der Fall. Rampf: "Die Stadt steht voll hinter der Messe."
Ein Beispiel dafür ist ein Stand, den der Leiter des Fachbereichs Umwelt der Stadt, Rudolf Laimer, betreut. Dort wird unter anderem das Energie- und Klimaschutzkonzept der Stadt vorgestellt.
Weitere Informationen zur Umweltmesse gibt es montags bis freitags unter Telefon 9745555 oder im Internet unter der Adresse la-umwelt.de.
Von Siegfried Rüdenauer, Landhuter Zeitung






